Esref Demircan schießt Alberschwende in die Westliga

Mit seinem Triplepack beim 3:2-Heimsieg gegen Admira Dornbirn sorgt der 24-jährige Stürmer für einen sportlichen Höhepunkt des Bregenzerwälder-Klub

Aus platztechnischen Gründen darf der neue Vorarlbergliga-Champion Zima FC Langenegg nicht in die Regionalliga West aufsteigen. Nach Bizau (2014) und Andelsbuch (2012) schafft mit FC Alberschwende aber trotzdem am Ende ein Wälderklub den Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs. "Es wird für den rührigen Klub ein großes Abenteuer, aber ich bin zuversichtlich in der Regionalliga West mit einer hungrigen Mannschaft bestehen zu können", blickt Alberschwende-Langzeitcoach Goran Milovanovic schon optimistisch voraus. Alberschwende will nicht wie die beiden anderen Wälderklubs nur RLW-Luft schnuppern, sondern die RLW-Etablierung steht in den nächsten Jahren im Fokus. Durch die neue Ligareform 2018/2019 im Profifußball werden in der kommenden Saison in der Westliga vermutlich nur höchstens zwei oder gar nur ein Verein wieder in den Landesverband absteigen müssen. Der Jubel auf dem Alberschwender Sportplatz kannte nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen keine Grenzen. 600 Anhänger feierten ihre Helden bis in die frühen Morgenstunden. Erst als " Alleinunterhalter" Esref Demircan sieben Minuten vor dem Ende im Heimspiel gegen ein starkes Admira Dornbirn das dritte und entscheidende Tor zum 3:2-Erfolg gelang, war der sensationelle Aufstieg perfekt. Mit seinen Saisontreffern 20 bis 22 war Demircan für Alberschwende der Matchwinner. Nicht nur Esref Demircan auch die beiden Eigenbaus Jan Gmeiner und Heimkehrer Rene Fink sammelten schon Erfahrung in der Westliga mit Dornbirn, Hard und Bizau. Alberschwende hat am Ende der Mega-Meisterschaft die 50er Punkte-Schallmauer noch durchbrochen und hat vier Zähler Vorsprung auf den Dritten Dornbirner SV. Admira machte zweimal den Rückstand in Alberschwende wett, aber zum Schluss jubelte der Wälderklub. Alberschwende ist auch ein würdiger Aufsteiger: Immerhin lag die Truppe von Goran Milovanovic vierzehn Spieltage auf dem zweiten Tabellenplatz und drei Runden rangierte man auf Rang eins. Mit Emre Demir (Höchst) und Klaus Sohm (Karriereende) verzeichnet der RLW-Neuling auch zwei Abgänge. Dafür kommen Rene Fink und Andre Eiler nach Alberschwende zurück. Ein junger Kicker soll noch verpflichtet werden. Die Heimstärke verhalf Alberschwende zum historischen Triumph in der langen Vereinsgeschichte. Zehn Erfolge auf eigenem Platz und ein Remis sprechen eine deutliche Sprache. Und mit diesem Pluspunkt und Stärke will Alberschwende auch in der RLW-Premiere für den nötigen Klassenerhalt sorgen. Denn mit den beiden Aufsteigern Kitzbühel und Wals-Grünau, Saalfelden und Wörgl ist Alberschwende sicher auf Augenhöhe.       

Vorarlbergliga, 30. Spieltag

Holzbau Sohm FC Alberschwende - SC Admira Dornbirn 3:2 (1:1)

Sportplatz Alberschwende, 600 Zuschauer, SR Schedler

Torfolge: 12. 1:0 Esref Demircan (Kopfball), 17. 1:1 Lukas Bertignoll, 46. 2:1 Esref Demircan, 66. 2:2 Leopold Arnus, 83. 3:2 Esref Demircan

Gelbe Karten: 63. Jan Gmeiner, 74. Christoph Sohm (beide Alberschwende), 77. Pichler (Admira/alle Foulspiel), 83. Demircan (Alberschwende), 90. Benzer, 90./+2 Borihan (beide Admira/alle Unsportlichkeit)

Holzbau Sohm FC Alberschwende: Hinteregger; Maldoner (46. Christoph Sohm), Ilmer, Muxel, Jan Gmeiner (79. Klaus Sohm); Betsch, Demircan (87. Berchtold), Spettel, Kilian Sohm; Bodemann, Kohler

Admira Dornbirn: Defranceschi; Böhler, Pichler, Winner, Dür (46. Huber); Bertignoll, Arnus, Benzer, Kapp (58. Thurnher), Kaufmann (80. Loacker); Borihan

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